Glossar
Die Fachbegriffe der Buchführung auf dieser Website, einfach erklärt.
- Abschlussbuchung
- Buchung zum Jahresende, die Erfolgskonten über das GuV-Konto, das GuV-Konto und das Privatkonto über das Eigenkapital und die Bestandskonten über das Schlussbilanzkonto abschließt.
- Abschreibung (AfA)
- Verteilung der Anschaffungskosten eines abnutzbaren Anlageguts auf seine Nutzungsdauer. Bei direkter Abschreibung: „Abschreibungen auf Sachanlagen an Maschinen“.
- Aktive Rechnungsabgrenzung
- Bilanzposten für vor dem Stichtag geleistete Ausgaben, die Aufwand des Folgejahres sind, etwa eine im Voraus bezahlte Versicherung: „Aktive Rechnungsabgrenzung an Versicherungsbeiträge“.
- Antizipative Rechnungsabgrenzung
- Erfassung von Aufwand oder Ertrag des alten Jahres, der erst im neuen Jahr gezahlt wird, über Sonstige Verbindlichkeiten oder Sonstige Forderungen; etwa Dezemberzinsen, die im März fällig sind.
- Aufwand
- Werteverzehr eines Geschäftsjahres, etwa Mietaufwendungen, Löhne und Gehälter oder Abschreibungen. Aufwandskonten nehmen im Soll zu und mindern über das GuV-Konto das Eigenkapital.
- Aufwandsorientierte Warenbuchung
- Verfahren, bei dem Wareneinkäufe sofort als Aufwendungen für Waren gebucht werden und der Bestand erst zum Jahresende laut Inventur über die Bestandsveränderung angepasst wird.
- Besitzwechsel
- Wechsel, aus dem das Unternehmen eine Zahlung zu einem festen Termin fordern kann, etwa von einem Kunden. Er ist eine Forderung und gehört zum Umlaufvermögen.
- Bestandsorientierte Warenbuchung
- Verfahren, bei dem Einkäufe auf das Bestandskonto gebucht werden und jeder Abgang den Wareneinsatz als Aufwand erfasst; in der US-Konvention wird so bei jedem Verkauf gebucht.
- Bilanzgleichung
- Aktiva = Passiva, also Vermögen = Eigenkapital + Fremdkapital. Jeder Geschäftsfall erhält diese Gleichheit, deshalb braucht jede Buchung gleiche Beträge im Soll und im Haben.
- Buchungssatz
- Anweisung, auf welchen Konten ein Geschäftsfall im Soll und im Haben gebucht wird, in der Form „Soll an Haben“. Die Summe der Sollbeträge ist immer gleich der Summe der Habenbeträge.
- Dividende (Gewinnausschüttung)
- Verteilung des Gewinns einer Kapitalgesellschaft an die Anteilseigner. Sie ist kein Aufwand, sondern eine Verwendung des Gewinns, über die die Gesellschafter beschließen.
- Doppelte Buchführung
- System, in dem jeder Geschäftsfall auf mindestens zwei Konten mit gleichen Beträgen im Soll und im Haben gebucht wird, sodass die Bilanz stets ausgeglichen bleibt.
- Eigenkapital
- Vom Inhaber oder den Gesellschaftern bereitgestelltes Kapital einschließlich der nicht entnommenen Gewinne; Vermögen minus Fremdkapital. Es nimmt im Haben zu.
- Eigenkapital des Inhabers
- Im Einzelunternehmen das Konto Eigenkapital, das Einlagen und Gewinne aufnimmt und um Entnahmen und Verluste sinkt. Bei der GmbH oder AG heißt das feste Kapital gezeichnetes Kapital.
- Ertrag
- Wertzuwachs aus der betrieblichen Tätigkeit, etwa Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren und Leistungen. Ertragskonten nehmen im Haben zu und erhöhen über das GuV-Konto das Eigenkapital.
- Forderungsausfall
- Ausbuchung einer endgültig uneinbringlichen Forderung. Der Nettobetrag wird als Aufwand abgeschrieben, die darauf entfallende Umsatzsteuer wird berichtigt.
- Fremdkapital (Verbindlichkeiten)
- Schulden des Unternehmens gegenüber Dritten, etwa Lieferanten, Banken, Finanzamt oder Sozialversicherungsträgern. Passivkonten nehmen im Haben zu.
- Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag
- Bei Kapitalgesellschaften die nicht ausgeschütteten Gewinne früherer Jahre, entweder in Rücklagen eingestellt oder auf neue Rechnung vorgetragen.
- GuV-Konto
- Gewinn- und Verlustkonto: Sammelkonto, das beim Abschluss alle Aufwendungen im Soll und alle Erträge im Haben aufnimmt; sein Saldo ist der Gewinn oder Verlust. In den USA entspricht ihm Income Summary.
- Haben
- Rechte Seite eines Kontos. Im Haben nehmen Passivkonten, Eigenkapital und Ertragskonten zu, Aktivkonten und Aufwandskonten ab.
- Handkasse
- Kleiner Bargeldbestand für geringe Ausgaben, gebucht auf dem Konto Kasse. Er wird häufig regelmäßig auf einen festen Betrag aufgefüllt.
- Hauptbuch
- Gesamtheit aller Sachkonten eines Unternehmens mit ihren Buchungen und Salden. Die Buchungen des Grundbuchs werden hier sachlich geordnet erfasst.
- Kontenplan
- Verzeichnis der Konten eines Unternehmens, meist aus einem Kontenrahmen abgeleitet. PractiBalance verwendet allgemeine deutsche Kontenbezeichnungen ohne Kontonummern.
- Konto
- Rechnung, die alle Zu- und Abgänge eines Postens erfasst, zum Beispiel Bank oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Saldo ist der Unterschied zwischen Soll- und Habenseite.
- Lohnabzüge
- Vom Bruttolohn einbehaltene Beträge, vor allem Lohnsteuer und Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung, die der Arbeitgeber an das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger abführt.
- Passive Rechnungsabgrenzung
- Bilanzposten für vor dem Stichtag erhaltene Einnahmen, die Ertrag des Folgejahres sind, etwa vorausbezahlte Leistungen: „Umsatzerlöse an Passive Rechnungsabgrenzung“.
- Privatentnahmen
- Geld oder Waren, die der Inhaber für private Zwecke aus dem Unternehmen entnimmt. Sie werden im Soll des Privatkontos gebucht, sind kein Aufwand und werden über das Eigenkapital abgeschlossen.
- Rabatt
- Sofortiger Preisnachlass, der schon in der Rechnung abgezogen wird. Er wird nicht gesondert gebucht: Einkauf und Verkauf werden zum Nettopreis nach Rabatt erfasst.
- Restbuchwert
- Wert, mit dem ein Anlagegut in den Büchern steht: Anschaffungskosten minus bisherige Abschreibungen. Beim Verkauf ergibt der Vergleich mit dem Erlös den Gewinn oder Verlust aus dem Abgang.
- Rücksendungen an Lieferanten
- An den Lieferanten zurückgegebene Waren. Sie mindern die Verbindlichkeit, die Aufwendungen für Waren und die Vorsteuer: „Verbindlichkeiten aLL an Aufwendungen für Waren, Vorsteuer“.
- Saldo nach Kontenart
- Seite, auf der ein Konto zunimmt und üblicherweise seinen Saldo zeigt: Sollsaldo bei Aktiv- und Aufwandskonten, Habensaldo bei Passiv-, Eigenkapital- und Ertragskonten.
- Schuldwechsel
- Wechsel, mit dem sich das Unternehmen verpflichtet, zu einem festen Termin zu zahlen. Er ist eine Verbindlichkeit; Bankdarlehen werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gebucht.
- Skonto
- Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist, etwa 2 % bei Zahlung binnen 10 Tagen. Er mindert nachträglich den Einkaufs- oder Verkaufspreis und die darauf entfallende Umsatzsteuer.
- Soll
- Linke Seite eines Kontos. Im Soll nehmen Aktivkonten und Aufwandskonten zu, Passivkonten, Eigenkapital und Ertragskonten ab.
- Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, getragen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitgeberanteil ist zusätzlicher Personalaufwand.
- Summen- und Saldenliste
- Aufstellung aller Konten mit ihren Soll- und Habensummen und Salden zu einem Stichtag. Ihre Übereinstimmung zeigt, dass Soll gleich Haben ist, nicht dass jede Buchung richtig ist.
- T-Konto
- Vereinfachte Darstellung eines Kontos in Form eines T, mit Soll links und Haben rechts. Es dient dazu, Buchungen und Salden nachzuvollziehen.
- Transitorische Rechnungsabgrenzung
- Abgrenzung von Zahlungen des alten Jahres, deren Aufwand oder Ertrag ins neue Jahr gehört, über die Posten Aktive und Passive Rechnungsabgrenzung.
- Übertragung ins Hauptbuch
- Erfassen jeder Zeile eines Buchungssatzes auf dem genannten Konto, auf derselben Seite und mit Angabe des Gegenkontos oder der Belegnummer.
- Umsatzsteuer
- Steuer, die das Unternehmen beim Verkauf seinen Kunden in Rechnung stellt. Sie ist eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt, kein Ertrag, und wird im Haben des Kontos Umsatzsteuer gebucht.
- Verkaufssteuer (sales tax)
- Steuer der US-Bundesstaaten und Gemeinden, die nur einmal beim Verkauf an Endverbraucher erhoben wird. Der Verkäufer bucht sie auf Sales Tax Payable; ein Unternehmen als Käufer kann sie nicht abziehen.
- Vermögen (Aktiva)
- Vom Unternehmen genutzte Güter und Rechte, gegliedert in Anlagevermögen (Maschinen, Fuhrpark) und Umlaufvermögen (Waren, Forderungen, Bankguthaben). Aktivkonten nehmen im Soll zu.
- Vorbereitende Abschlussbuchung
- Buchung vor dem Kontenabschluss, die Abschreibungen, Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen und Bestandsveränderungen erfasst, damit Aufwand und Ertrag im richtigen Geschäftsjahr stehen.
- Vorsteuer
- Umsatzsteuer, die das Unternehmen beim Einkauf an Lieferanten zahlt. Sie ist als Forderung gegenüber dem Finanzamt abziehbar und wird im Soll des Kontos Vorsteuer gebucht.
- Wareneinsatz
- Einstandswert der verkauften Waren eines Jahres: Anfangsbestand plus Einkäufe minus Schlussbestand, also die Aufwendungen für Waren nach der Bestandsveränderung.
- Wertberichtigung auf Forderungen
- Berücksichtigung des Ausfallrisikos von Forderungen zum Jahresende, als Einzel- oder Pauschalwertberichtigung. Der voraussichtlich ausfallende Nettobetrag wird als Aufwand gebucht.
- Wertberichtigung auf Sachanlagen
- Bei indirekter Abschreibung ein Passivkonto, das die bisherigen Abschreibungen sammelt, während das Anlagekonto die Anschaffungskosten behält; so bucht man in den USA, Spanien und Frankreich.
- Wertberichtigungskonto
- Konto, das den Wert eines anderen Kontos korrigiert und auf der Gegenseite geführt wird, etwa die Wertberichtigung auf Forderungen. Bei direkter Abschreibung wird für Anlagen kein solches Konto benötigt.
- Zahllast
- Unterschied zwischen Umsatzsteuer und Vorsteuer eines Voranmeldungszeitraums, ermittelt mit „Umsatzsteuer an Vorsteuer“ und an das Finanzamt überwiesen. Ist die Vorsteuer höher, entsteht ein Vorsteuerüberhang.
- Zinsen
- Entgelt für die Überlassung von Kapital: Kapital × Jahreszinssatz × Zeitanteil. Für den Schuldner sind sie Zinsaufwendungen, für den Gläubiger Zinserträge, abzugrenzen nach der Zeit.