Abschluss, Abgrenzung und Korrekturen: Arbeitsblatt Buchungssätze

Lösung

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Konvention: Deutschland (allgemeine Kontenbezeichnungen)

Buche jeden Geschäftsvorfall: Schreibe jedes Konto mit seinem Betrag in die Spalte Soll oder Haben.

  1. Erbrachte, noch nicht abgerechnete Leistung

    Ein Wartungsunternehmen hat im Dezember für einen Kunden Leistungen über 3.400,00 € erbracht. Die Rechnung wird im Januar gestellt. Buche die nötige Buchung zum 31. Dezember.

    Annahmen: Das Geschäftsjahr endet am 31. Dezember. Die Umsatzsteuer wird mit der Rechnung im Januar gebucht und bleibt in dieser Buchung unberücksichtigt.

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  2. Noch nicht abgerechneter Strom zum Jahresende

    Am 31. Dezember ist der im Dezember verbrauchte Strom des Geschäfts noch nicht abgerechnet. Laut Zählerstand kostet er 380,00 € netto; die Rechnung des Lieferanten kommt im Januar. Buche zum 31. Dezember.

    Annahmen: Die Vorsteuer wird bei Eingang der Rechnung gebucht: Vorher ist sie nicht abziehbar.

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  3. Im Voraus erhaltene Erlöse: Abgrenzung zum Jahresabschluss

    Am 1. November zahlte ein Kunde 3.600,00 € im Voraus für sechs Monate Wartung (November bis April), und das Unternehmen buchte den ganzen Betrag als Erlös. Buche zum 31. Dezember.

    Annahmen: Die Umsatzsteuer bleibt in dieser Aufgabe unberücksichtigt.

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  4. Im Voraus gezahlte Versicherung: Abgrenzung zum Jahresabschluss

    Am 1. Oktober zahlte ein Unternehmen 2.400,00 € für eine Versicherung über ein Jahr (1. Oktober bis 30. September) und buchte den ganzen Beitrag als Aufwand. Buche zum 31. Dezember.

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  5. Lineare Abschreibung zum Jahresabschluss

    Am 1. Januar kaufte ein Unternehmen eine Maschine für 12.000,00 € netto. Sie wird 5 Jahre genutzt und hat keinen Restwert. Buche die Abschreibung des Jahres zum 31. Dezember.

    Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Lineare Abschreibung für ein volles Jahr.

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  6. Anpassung der Wertberichtigung auf Forderungen an den Sollbestand

    Die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus dem Vorjahr beträgt 1.200,00 €. Zum diesjährigen Abschluss beträgt die erforderliche Pauschalwertberichtigung 2.100,00 €. Buche die Abschlussbuchung.

    Annahmen: Die Pauschalwertberichtigung wird um die Differenz zum erforderlichen Betrag angepasst.

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  7. Abgrenzung von Zinsen auf einen Kundenwechsel zum Jahresende

    Vor einigen Monaten hat ein Kunde einen vom Unternehmen gezogenen Wechsel über 12.000,00 € mit sechs Monaten Laufzeit akzeptiert. Zinsen von 8 % pro Jahr, gesondert vereinbart, werden bei Fälligkeit zusammen mit dem Wechsel gezahlt. Am 31. Dezember sind 3 Monate der Laufzeit vergangen. Buche die bis heute entstandenen Zinsen.

    Annahmen: Für die Zinsen ist noch nichts gebucht. Zinsen werden nach vollen Monaten berechnet: Kapital × Zinssatz × Monate / 12.

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  8. Inventurdifferenz (Schwund) zum Jahresabschluss buchen

    Zum Jahresende weisen die Lagerbücher eines Geschäfts Waren mit Anschaffungskosten von 42.500,00 € aus. Die Inventur findet nur Waren im Wert von 41.820,00 €; die Differenz beruht auf Diebstahl und Bruch. Passe die Bücher an die Inventur an.

    Annahmen: Dieses Geschäft bucht Wareneinkäufe bestandsorientiert auf das Bestandskonto Waren (Bestand) und bucht den Wareneinsatz während des Jahres aus seinen Lagerbüchern. Inventurdifferenzen werden als Wareneinsatz auf Aufwendungen für Waren gebucht. Die Inventur ist richtig, und die Bücher enthalten keine Buchungsfehler. Der Verlust berührt die Vorsteuer nicht.

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  9. Abschluss der Ertragskonten zum Jahresende

    Zum Jahresende, nach den vorbereitenden Abschlussbuchungen, hat ein Einzelunternehmer nur zwei Ertragskonten: Umsatzerlöse aus Warenverkäufen mit einem Habensaldo von 86.400,00 € und Zinserträge aus Verzugszinsen, die Kunden für überfällige Rechnungen berechnet wurden, mit einem Habensaldo von 520,00 €. Schließe die Ertragskonten ab.

    Annahmen: Die Aufwands- und Ertragskonten werden über das GuV-Konto abgeschlossen.

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  10. Abschluss der Aufwandskonten zum Jahresende

    Zum Jahresende, nach den vorbereitenden Abschlussbuchungen, hat ein Einzelunternehmer nur drei Aufwandskonten: Löhne und Gehälter mit einem Sollsaldo von 42.600,00 €, Miete mit einem Sollsaldo von 14.400,00 € und Strom mit einem Sollsaldo von 3.180,00 €. Schließe die Aufwandskonten ab.

    Annahmen: Die Aufwands- und Ertragskonten werden über das GuV-Konto abgeschlossen.

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  11. Gewinn eines Einzelunternehmers auf das Eigenkapital übertragen

    Ein Einzelunternehmer hat alle Aufwands- und Ertragskonten des Jahres über das GuV-Konto abgeschlossen; es weist einen Gewinn von 38.200,00 € aus. Schließe das GuV-Konto über das Eigenkapital ab.

    Annahmen: Einzelunternehmen: Das GuV-Konto wird über das Konto Eigenkapital abgeschlossen.

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  12. Verlust eines Einzelunternehmers auf das Eigenkapital übertragen

    Ein Einzelunternehmer hat alle Aufwands- und Ertragskonten des Jahres über das GuV-Konto abgeschlossen; es weist einen Verlust von 8.700,00 € aus. Schließe das GuV-Konto über das Eigenkapital ab.

    Annahmen: Einzelunternehmen: Das GuV-Konto wird über das Konto Eigenkapital abgeschlossen.

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  13. Abschluss des Privatkontos über das Eigenkapital

    Im Laufe des Jahres hat der Inhaber eines Einzelunternehmens 24.000,00 € für private Zwecke entnommen und nichts eingelegt. Schließe zum Jahresende das Konto der Privatentnahmen über das Kapital des Inhabers ab.

    Annahmen: Die Entnahmen wurden auf Privatentnahmen gebucht, das einen Sollsaldo von 24.000,00 € hat.

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  14. Rückbuchung einer abgegrenzten Prämie zu Jahresbeginn

    Am 31. Dezember hat das Unternehmen eine Prämie von 6.400,00 € abgegrenzt, die die Beschäftigten im abgelaufenen Jahr verdient haben und die am 28. Februar ausgezahlt wird. Das Unternehmen arbeitet mit Umkehrbuchungen. Buche die Umkehrbuchung am 1. Januar des neuen Jahres.

    Annahmen: Die Buchung vom 31. Dezember lautete: Löhne und Gehälter an Sonstige Verbindlichkeiten. Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bleiben in dieser Aufgabe unberücksichtigt.

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  15. Korrektur einer Kundenzahlung, die auf das falsche Konto gebucht wurde

    Ein Kunde hat eine Rechnung über 3.630,00 € per Überweisung bezahlt. Der Buchhalter hat Bank im Soll und Umsatzerlöse im Haben gebucht statt das Kundenkonto. Buche die Korrekturbuchung.

    Annahmen: Der ursprüngliche Verkauf und seine Umsatzsteuer wurden bei der Rechnungsstellung für die Waren auf Ziel richtig gebucht.

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  16. Korrektur einer Versicherungszahlung, die mit falschem Betrag gebucht wurde

    Der Versicherungsbeitrag dieses Monats von 1.250,00 € wurde per Überweisung bezahlt, aber der Buchhalter hat die Zahlung mit 1.520,00 € gebucht: Versicherungsbeiträge an Bank. Der Kontoauszug zeigt 1.250,00 €. Buche die Korrekturbuchung.

    Annahmen: Der Beitrag betrifft nur diesen Monat (nichts ist im Voraus bezahlt). Versicherungsbeiträge sind umsatzsteuerfrei.

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  17. Umsatzsteuer-Zahllast ermitteln und überweisen

    Am Ende des Voranmeldungszeitraums beträgt die Umsatzsteuer 8.400,00 € und die abziehbare Vorsteuer 5.300,00 €. Verrechne beide und überweise die Zahllast heute an das Finanzamt.

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  18. Ertragsteuern des Geschäftsjahres buchen

    Der Gewinn vor Ertragsteuern einer Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 186.400,00 € und entspricht dem zu versteuernden Gewinn. Der Steuersatz beträgt 30 %. Die Steuer wird im nächsten Jahr gezahlt. Buche die Ertragsteuer des Jahres zum 31. Dezember.

    Annahmen: GmbH: Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer zusammen mit einem Gesamtsteuersatz von 30 %. Es wurden keine Vorauszahlungen geleistet, und die Steuer ist noch nicht festgesetzt. Latente Steuern bleiben unberücksichtigt.

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  19. Jahresabschluss einer Gesellschaft: Aufwendungen und Erträge auf das Ergebniskonto

    Zum Jahresende, nach allen vorbereitenden Abschlussbuchungen einschließlich der Ertragsteuer, hat eine Dienstleistungsgesellschaft nur diese Erfolgskonten: Erlöse aus Dienstleistungen 215.000,00 € (Habensaldo), Löhne und Gehälter 98.000,00 €, Miete 18.000,00 € und Ertragsteuern 12.250,00 € (Sollsalden). Schließe sie ab und übertrage den Jahresgewinn in einem einzigen zusammengesetzten Buchungssatz.

    Annahmen: GmbH: Das GuV-Konto wird über das Eigenkapitalkonto Jahresüberschuss abgeschlossen; dort bleibt der Gewinn, bis die Gesellschafter über seine Verwendung beschließen.

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In dieser Konvention nicht enthalten: Anpassung des Büromaterials an die Inventur zum Jahresende

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