Kasse und Bank: Lösung

Lösung: die akzeptierten Buchungssätze mit den Beträgen des Arbeitsblatts, und warum.

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Konvention: Deutschland (allgemeine Kontenbezeichnungen)

  1. Bareinnahmen auf das Bankkonto einzahlen

    Am Ende der Woche entnimmt ein Geschäft 3.420,00 € in Scheinen und Münzen aus seiner Registrierkasse und zahlt sie auf sein Bankkonto ein.

    Annahmen: Die Barverkäufe wurden bereits bei ihrem Entstehen gebucht. Die Bank berechnet für die Einzahlung keine Gebühr.

    KontoSollHaben
    Bank3.420,00 €
    Kasse3.420,00 €

    Warum

    Das Geld wandert von der Kasse auf das Bankkonto: Bank an Kasse, 3.420,00 €. Es entsteht kein Ertrag, weil die Verkäufe schon gebucht sind.

  2. Barabhebung von der Bank mit Gebühr

    Ein Unternehmen hebt am Schalter seiner Bank 800,00 € in bar ab, um seine Registrierkasse aufzufüllen. Die Bank berechnet für die Barauszahlung am Schalter eine Gebühr von 2,50 € und belastet sie demselben Konto.

    Annahmen: Das Bargeld ist für das Unternehmen bestimmt, nicht für den Inhaber. Die Bankgebühr ist umsatzsteuerfrei.

    KontoSollHaben
    Kasse800,00 €
    Kosten des Geldverkehrs2,50 €
    Bank802,50 €

    Warum

    Kasse erhält 800,00 €, und die Gebühr (2,50 €) geht auf Kosten des Geldverkehrs; Bank wird mit dem Gesamtbetrag 802,50 € im Haben gebucht.

  3. Einrichtung einer Handkasse

    Ein Unternehmen richtet für kleine Büroausgaben eine Handkasse mit 300,00 € ein. Das Geld wird vom Bankkonto abgehoben und der Büroleiterin übergeben, die es in einer abschließbaren Geldkassette aufbewahrt.

    Annahmen: Die Handkasse gehört zum Kassenbestand des Unternehmens und wird auf Kasse gebucht. Die Bank berechnet keine Gebühr.

    KontoSollHaben
    Kasse300,00 €
    Bank300,00 €

    Warum

    Kasse an Bank, 300,00 €: Das Geld wandert vom Bankkonto in die Kasse. Die späteren kleinen Zahlungen sind Aufwand, wenn sie gebucht werden.

  4. Auffüllen der Handkasse nach mehreren kleinen Ausgaben

    Die Handkasse des Büros wird mit Geld vom Bankkonto auf ihren festen Bestand aufgefüllt. Die Belege in der Kasse zeigen: Büromaterial 46,00 € zzgl. 19 % USt, Briefmarken 23,00 € (umsatzsteuerfrei) und die Reparatur eines Türschlosses 85,00 € zzgl. 19 % USt.

    Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Festbestand: Die Zahlungen aus der Handkasse sind noch nicht gebucht; sie werden beim Auffüllen gebucht. Jeder Beleg ist eine ordnungsgemäße Rechnung mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer. Büromaterial wird beim Kauf als Aufwand gebucht (kein Lager).

    KontoSollHaben
    Büromaterial46,00 €
    Porto23,00 €
    Instandhaltung85,00 €
    Vorsteuer24,89 €
    Bank178,89 €

    Warum

    Büromaterial, Porto (umsatzsteuerfrei) und Instandhaltung erhalten die Nettobeträge, die Vorsteuer auf Material und Reparatur beträgt 24,89 €. Bank wird mit 178,89 € im Haben gebucht. Auch die Buchung der Aufwendungen zuerst gegen Kasse und die anschließende Auffüllung der Kasse von der Bank wird anerkannt, weil Kasse ausgeglichen ist.

  5. Lastschrift eines Kunden geht unbezahlt zurück

    Ein Kunde hat eine Rechnung über 1.250,00 € per SEPA-Lastschrift bezahlt, und der Betrag wurde dem Bankkonto des Unternehmens gutgeschrieben. Heute gibt die Bank des Kunden die Lastschrift unbezahlt zurück (Rücklastschrift): Die Bank des Unternehmens belastet sein Konto wieder mit 1.250,00 € und berechnet eine Gebühr von 12,00 €.

    Annahmen: Das Unternehmen rechnet weiter mit der Zahlung: Der Kunde gilt nicht als zweifelhaft. Das Unternehmen trägt die Bankgebühr selbst (es gibt sie nicht an den Kunden weiter), und die Gebühr ist umsatzsteuerfrei.

    KontoSollHaben
    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1.250,00 €
    Kosten des Geldverkehrs12,00 €
    Bank1.262,00 €

    Warum

    Die Rücklastschrift macht die Zahlung rückgängig: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wieder mit 1.250,00 € im Soll gebucht, und die Gebühr (12,00 €) ist Kosten des Geldverkehrs. Bank wird mit 1.262,00 € im Haben gebucht; der Verkauf und seine Umsatzsteuer bleiben unberührt.

  6. Die Bank zieht einen Wechsel für das Unternehmen ein

    Ein Kunde hatte einen Wechsel über 5.000,00 € akzeptiert, den das Unternehmen seiner Bank zum Einzug übergeben hat. Am Verfalltag zieht die Bank den Wechsel beim Kunden ein und schreibt dem Konto des Unternehmens 5.000,00 € gut.

    Annahmen: Der Wechsel ist unverzinslich, und die Bank berechnet keine Einzugsgebühr. Der Wechsel steht auf Besitzwechsel.

    KontoSollHaben
    Bank5.000,00 €
    Besitzwechsel5.000,00 €

    Warum

    Bank an Besitzwechsel, 5.000,00 €: Der Wechsel wird zu Geld. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nicht verwendet, weil die Schuld des Kunden schon mit dem Akzept zum Wechsel wurde.

  7. Bankgebühr und Zinsen bei der Bankabstimmung entdeckt

    Beim Abstimmen des Kontoauszugs für das Quartal findet ein Unternehmen zwei Posten, die es noch nicht gebucht hat: die Kontoführungsgebühr von 35,00 € und Zinsen von 16,00 € auf das Guthaben. Die Bank hat 25 % Kapitalertragsteuer auf die Zinsen und 5,5 % Solidaritätszuschlag auf diese Steuer einbehalten und nur den Rest gutgeschrieben.

    Annahmen: Das Unternehmen ist eine GmbH: Es bucht die einbehaltene Kapitalertragsteuer und den Solidaritätszuschlag auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Bankgebühren sind umsatzsteuerfrei.

    KontoSollHaben
    Kosten des Geldverkehrs35,00 €
    Steuern vom Einkommen und vom Ertrag4,22 €
    Zinserträge16,00 €
    Bank23,22 €

    Warum

    Kosten des Geldverkehrs erhalten die Gebühr (35,00 €) und Zinserträge die Bruttozinsen (16,00 €); Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag (4,22 €) gehen auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Bank nimmt um 23,22 € ab. Zwei getrennte Buchungen werden ebenfalls anerkannt.

  8. Kassenfehlbetrag bei der Kassenzählung

    Bei der Kassenzählung am Monatsende enthält die Registrierkasse 483,70 €. Das Kassenbuch weist einen Bestand von 496,20 € aus. Ein Grund für die Differenz ist nicht zu finden.

    Annahmen: Niemand wird für die Differenz verantwortlich gemacht; sie wird heute als Aufwand gebucht.

    KontoSollHaben
    Sonstige betriebliche Aufwendungen12,50 €
    Kasse12,50 €

    Warum

    Der Fehlbetrag ist 496,20 € − 483,70 € = 12,50 €. Kasse wird im Haben gebucht, um sie der Zählung anzupassen, und der Verlust geht auf Sonstige betriebliche Aufwendungen.

  9. Umbuchung zwischen zwei Bankkonten des Unternehmens

    Ein Importeur überweist 8.500,00 € von seinem Euro-Girokonto auf sein US-Dollar-Konto bei derselben Bank, um im nächsten Monat einen amerikanischen Lieferanten zu bezahlen. Die Bank rechnet die Euro zum Tageskurs um und schreibt die Dollar am selben Tag gut.

    Annahmen: Die Bank berechnet weder Gebühr noch Kursaufschlag: Die erhaltenen Dollar sind am Tag der Überweisung genau so viel wert wie die gezahlten Euro.

    KontoSollHaben
    Bank (Fremdwährungskonto)8.500,00 €
    Bank8.500,00 €

    Warum

    Bank (Fremdwährungskonto) an Bank, 8.500,00 €: Das Geld wandert zwischen zwei eigenen Konten des Unternehmens, ohne Ertrag oder Aufwand. Der Lieferant wird später bezahlt.

  10. Kunde bezahlt zwei Rechnungen mit einer Überweisung, abzüglich Bankgebühr

    Ein Kunde bezahlt zwei offene Rechnungen über 2.360,00 € und 1.180,00 € mit einer einzigen Überweisung. Die Bank des Unternehmens behält für den Zahlungseingang ihre Gebühr von 6,50 € ein und schreibt den Rest dem Konto des Unternehmens gut.

    Annahmen: Die Rechnungen wurden einschließlich Umsatzsteuer bei ihrer Ausstellung gebucht. Das Unternehmen trägt die Bankgebühr, die umsatzsteuerfrei ist.

    KontoSollHaben
    Bank3.533,50 €
    Kosten des Geldverkehrs6,50 €
    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen3.540,00 €

    Warum

    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen um beide Rechnungen ab, 3.540,00 €; Bank erhält 3.533,50 €, und die Gebühr (6,50 €) ist Kosten des Geldverkehrs. Es gibt keine Umsatzsteuerzeile: Die Umsatzsteuer wurde mit den Rechnungen gebucht.

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