Aufwendungen und Personal: Lösung

Lösung: die akzeptierten Buchungssätze mit den Beträgen des Arbeitsblatts, und warum.

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Konvention: Deutschland (allgemeine Kontenbezeichnungen)

  1. Zahlung der Monatsmiete für das Geschäftslokal

    Am 1. März überweist ein Einzelhandelsgeschäft die Miete für sein Geschäftslokal für März: 1.200,00 € zzgl. 19 % USt.

    Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Der Vermieter hat zur Umsatzsteuer optiert.

    KontoSollHaben
    Mietaufwendungen1.200,00 €
    Vorsteuer228,00 €
    Bank1.428,00 €

    Warum

    Die Miete ist Mietaufwand (1.200,00 €), die vom Vermieter berechnete Umsatzsteuer ist Vorsteuer (228,00 €), und die Bank zahlt den Bruttobetrag (1.428,00 €).

  2. Vorauszahlung von sechs Monatsmieten

    Am 1. November überweist ein Unternehmen im Voraus sechs Monatsmieten für sein Geschäftslokal (November bis April): 1.500,00 € pro Monat zzgl. 19 % USt.

    Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Der Vermieter hat zur Umsatzsteuer optiert. Das Unternehmen bucht im Voraus gezahlte Miete bei Zahlung als Aufwand; der Teil, der zum nächsten Jahr gehört, wird am 31. Dezember als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

    KontoSollHaben
    Mietaufwendungen9.000,00 €
    Vorsteuer1.710,00 €
    Bank10.710,00 €

    Warum

    Die sechs Monatsmieten (9.000,00 €) werden bei Zahlung als Mietaufwendungen gebucht, mit 1.710,00 € Vorsteuer; die Bank zahlt 10.710,00 €. Am 31. Dezember werden die vier Monate des nächsten Jahres zu einem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.

  3. Vorausgezahlte Miete: die Januarmiete wird Aufwand

    Am 1. Dezember des Vorjahres zahlte ein Unternehmen 3.000,00 € (netto) für die Miete für Dezember und Januar und buchte den ganzen Betrag als Mietaufwand. Zum 31. Dezember grenzte es den Teil ab, der auf Januar entfällt. Buche zum 1. Januar dieses Jahres.

    Annahmen: Das Unternehmen löst seine Abgrenzungen am ersten Tag des neuen Geschäftsjahres auf.

    KontoSollHaben
    Mietaufwendungen1.500,00 €
    Aktive Rechnungsabgrenzung1.500,00 €

    Warum

    Zum 31. Dezember wurde die Januarmiete (3.000,00 € / 2 = 1.500,00 €) ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten. Im neuen Jahr wird er aufgelöst: Mietaufwendungen an Aktive Rechnungsabgrenzung, also ist die Januarmiete Aufwand dieses Jahres.

  4. Eingang der Stromrechnung

    Ein Einzelhandelsgeschäft erhält die Stromrechnung für März: 460,00 € zzgl. 19 % USt, zahlbar am 20. April.

    Annahmen: Umsatzsteuer 19 %.

    KontoSollHaben
    Energiekosten460,00 €
    Vorsteuer87,40 €
    Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen547,40 €

    Warum

    Der Strom ist Energiekosten (460,00 €), die Umsatzsteuer auf der Rechnung ist Vorsteuer (87,40 €), und dem Lieferanten wird der Bruttobetrag (547,40 €) als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geschuldet.

  5. Bezahlung der Stromrechnung

    Am 20. April überweist ein Einzelhandelsgeschäft den Betrag der Stromrechnung für März, die es letzten Monat bei Eingang gebucht hat: 520,00 € zzgl. 19 % USt.

    KontoSollHaben
    Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen618,80 €
    Bank618,80 €

    Warum

    Energiekosten und Vorsteuer wurden bei Eingang der Rechnung gebucht. Die Zahlung tilgt nur die Schuld: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an Bank mit dem Bruttobetrag, 520,00 € + 98,80 € = 618,80 €.

  6. Zahlung der Monatsgehälter

    Am 31. März überweist ein Unternehmen seinen Beschäftigten die Gehälter für März, 6.400,00 €.

    Annahmen: Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bleiben in dieser Aufgabe unberücksichtigt.

    KontoSollHaben
    Löhne und Gehälter6.400,00 €
    Bank6.400,00 €

    Warum

    Die Gehälter sind Löhne und Gehälter und werden sofort vom Bankkonto gezahlt.

  7. Noch nicht gezahlte Gehälter zum Jahresabschluss

    Die Dezembergehälter von 8.500,00 € werden erst am 5. Januar an die Beschäftigten überwiesen. Buche zum 31. Dezember.

    Annahmen: Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bleiben in dieser Aufgabe unberücksichtigt.

    KontoSollHaben
    Löhne und Gehälter8.500,00 €
    Sonstige Verbindlichkeiten8.500,00 €

    Warum

    Aufwand des alten Jahres, Zahlung im neuen Jahr (antizipative Abgrenzung): Die Schuld steht unter Sonstige Verbindlichkeiten.

  8. Zahlung der zum Jahresende abgegrenzten Gehälter

    Am 31. Dezember buchte ein Unternehmen die Dezembergehälter, 9.200,00 €, als Schuld gegenüber seinen Beschäftigten. Am 5. Januar überweist es sie.

    Annahmen: Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bleiben in dieser Aufgabe unberücksichtigt. Das Unternehmen storniert die Abschlussbuchung am 1. Januar nicht.

    KontoSollHaben
    Sonstige Verbindlichkeiten9.200,00 €
    Bank9.200,00 €

    Warum

    Der Aufwand wurde im Dezember gegen Sonstige Verbindlichkeiten gebucht (antizipative Abgrenzung). Die Zahlung im Januar tilgt nur diese Schuld: Sonstige Verbindlichkeiten an Bank.

  9. Gehaltsabrechnung mit Lohnsteuer und Arbeitgeberanteil

    Gehaltsabrechnung des Monats: Bruttogehälter 3.000,00 €, einbehaltene Lohnsteuer 420,00 €, Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung 630,00 €, Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 630,00 €. Die Nettogehälter werden heute überwiesen; Lohnsteuer und alle Sozialversicherungsbeiträge werden im nächsten Monat abgeführt.

    Annahmen: Alle Beiträge werden den Sozialversicherungsträgern geschuldet und im nächsten Monat gezahlt (keine SV-Vorauszahlung).

    KontoSollHaben
    Löhne und Gehälter3.000,00 €
    Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung630,00 €
    Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden420,00 €
    Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern1.260,00 €
    Bank1.950,00 €

    Warum

    Löhne und Gehälter erhalten das Bruttogehalt (3.000,00 €), der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung ist eigener Aufwand (630,00 €). Die Beschäftigten erhalten 1.950,00 € über die Bank; die Lohnsteuer (420,00 €) wird dem Finanzamt geschuldet und beide Sozialversicherungsanteile (1.260,00 €) den Sozialversicherungsträgern.

  10. Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung

    Die bereits gebuchte Gehaltsabrechnung für Januar weist Bruttogehälter von 12.000,00 € aus. Buche den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, 21 % der Bruttogehälter, der im nächsten Monat gezahlt wird.

    Annahmen: Der Satz ist eine vereinfachte Summe der Arbeitgeberanteile zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung; Unfallversicherung und Umlagen bleiben unberücksichtigt. Die Beiträge werden im nächsten Monat gezahlt (keine SV-Vorauszahlung).

    KontoSollHaben
    Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung2.520,00 €
    Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern2.520,00 €

    Warum

    Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung ist eigener Aufwand, 21 % von 12.000,00 € = 2.520,00 €, und wird bis zur Zahlung den Sozialversicherungsträgern geschuldet.

  11. Bezahlung von Werbung mit Umsatzsteuer

    Ein Unternehmen überweist einer Lokalzeitung 1.200,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer für Anzeigen, die in diesem Monat erschienen sind.

    Annahmen: Umsatzsteuer 19 %.

    KontoSollHaben
    Werbeaufwand1.200,00 €
    Vorsteuer228,00 €
    Bank1.428,00 €

    Warum

    Die Werbung ist netto (1.200,00 €) Werbeaufwand; die Steuer (228,00 €) ist Vorsteuer, und der Bruttobetrag (1.428,00 €) geht vom Bankkonto ab.

  12. Zahlung des Jahresbeitrags einer Versicherung

    Am 2. Januar überweist ein Unternehmen den Jahresbeitrag von 1.800,00 € für die Versicherung seiner Geschäftsräume, Versicherungsschutz vom 1. Januar bis 31. Dezember dieses Jahres.

    Annahmen: Versicherungsbeiträge sind von der Umsatzsteuer befreit. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

    KontoSollHaben
    Versicherungsbeiträge1.800,00 €
    Bank1.800,00 €

    Warum

    Der ganze Versicherungsschutz fällt in dieses Jahr, der Beitrag ist also Aufwand des Jahres: Versicherungsbeiträge an Bank 1.800,00 €. Es gibt keine Vorsteuer, weil Versicherungen von der Umsatzsteuer befreit sind.

  13. Auflösung eines Monats vorausbezahlter Versicherung im neuen Jahr

    Am 1. Februar des Vorjahres zahlte ein Unternehmen den Jahresbeitrag einer Versicherung von 2.400,00 € (Versicherungsschutz vom 1. Februar des Vorjahres bis 31. Januar dieses Jahres) und buchte ihn als Versicherungsaufwand. Am 31. Dezember grenzte es den Teil für Januar aktiv ab. Buche zum 1. Januar dieses Jahres.

    Annahmen: Versicherungsbeiträge sind von der Umsatzsteuer befreit. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

    KontoSollHaben
    Versicherungsbeiträge200,00 €
    Aktive Rechnungsabgrenzung200,00 €

    Warum

    Am 31. Dezember wurde ein Zwölftel des Beitrags (2.400,00 € / 12 = 200,00 €) aktiv abgegrenzt. Im neuen Jahr wird der Posten aufgelöst: Versicherungsbeiträge an Aktive Rechnungsabgrenzung 200,00 €.

  14. Bankgebühren bei einer Überweisung an einen Lieferanten

    Ein Unternehmen bezahlt einem Warenlieferanten per Auslandsüberweisung eine bereits als Verbindlichkeit gebuchte Rechnung über 4.200,00 €. Die Bank berechnet eine Überweisungsgebühr von 15,00 €, die zusammen mit der Überweisung vom Konto abgebucht wird.

    Annahmen: Auf die Bankgebühr fällt keine Umsatzsteuer an.

    KontoSollHaben
    Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen4.200,00 €
    Kosten des Geldverkehrs15,00 €
    Bank4.215,00 €

    Warum

    Die Zahlung gleicht Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus (4.200,00 €); die Gebühr ist Aufwand auf Kosten des Geldverkehrs (15,00 €), keine Zinsaufwendungen. Das Bankkonto nimmt um beides ab: 4.215,00 €.

  15. Zahlung der Quartalszinsen eines Bankdarlehens

    Ein Unternehmen hat ein Bankdarlehen über 60.000,00 € zu 5 % pro Jahr; die Zinsen werden alle drei Monate gezahlt. Heute zahlt es die Zinsen für die letzten drei Monate von seinem Bankkonto; die Darlehenssumme ändert sich nicht.

    Annahmen: Die Zinsen werden auf die Darlehenssumme für genau drei Monate (3/12 Jahr) berechnet. Für diese Monate wurden vor heute keine Zinsen gebucht. Zinsen sind von der Umsatzsteuer befreit.

    KontoSollHaben
    Zinsaufwendungen750,00 €
    Bank750,00 €

    Warum

    Zinsen = 60.000,00 € × 5 % × 3/12 = 750,00 €: Zinsaufwendungen an Bank. Das Darlehen (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) ändert sich nicht.

  16. Abgrenzung von Darlehenszinsen zum Jahresende

    Ein Unternehmen hat ein Bankdarlehen über 60.000,00 € zu 6 % Zinsen pro Jahr. Die Zinsen werden halbjährlich gezahlt; die letzte Zahlung erfolgte 4 Monate vor dem 31. Dezember. Buche die zum 31. Dezember aufgelaufenen Zinsen.

    Annahmen: Die Darlehenssumme hat sich seit der letzten Zinszahlung nicht verändert. Zinsen werden nach vollen Monaten berechnet: Kapital × Zinssatz × Monate / 12.

    KontoSollHaben
    Zinsaufwendungen1.200,00 €
    Sonstige Verbindlichkeiten1.200,00 €

    Warum

    Die Zinsen für 4 Monate betragen 60.000,00 € × 6 % × 4/12 = 1.200,00 €. Sie gehören wirtschaftlich in dieses Jahr, werden aber erst im nächsten gezahlt: eine sonstige Verbindlichkeit (keine Passive Rechnungsabgrenzung, die ist für im Voraus erhaltene Erträge). Zinsaufwendungen an Sonstige Verbindlichkeiten.

  17. Eingang einer Telefonrechnung, die später bezahlt wird

    Ein Unternehmen erhält seine monatliche Rechnung für Telefon und Internet über 120,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, fällig in 15 Tagen. Es bezahlt sie später.

    Annahmen: Umsatzsteuer 19 %.

    KontoSollHaben
    Kommunikationskosten120,00 €
    Vorsteuer22,80 €
    Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen142,80 €

    Warum

    Die Telefonleistung ist netto (120,00 €) Aufwand auf Kommunikationskosten; die Steuer (22,80 €) ist Vorsteuer, und dem Anbieter wird der Bruttobetrag (142,80 €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geschuldet.

  18. Erstattung einer Geschäftsreise an den Inhaber

    Der Inhaber eines Einzelunternehmens flog zu einer Messe im Ausland und bezahlte den internationalen Flug und das Hotel dort, insgesamt 860,00 €, mit privatem Geld. Heute erstattet ihm das Unternehmen den Betrag per Überweisung.

    Annahmen: Die Reise war rein geschäftlich. Internationale Flüge sind umsatzsteuerfrei, und das Unternehmen holt sich die Umsatzsteuer des ausländischen Hotels nicht zurück, daher ist der ganze Betrag Reiseaufwand.

    KontoSollHaben
    Reisekosten860,00 €
    Bank860,00 €

    Warum

    Eine Geschäftsreise ist Aufwand: Reisekosten an Bank 860,00 €. Sie ist keine Privatentnahme (wer die Schuld zuerst über Privatentnahmen bucht, gleicht das Konto wieder aus, und die Buchung wird anerkannt).

  19. Zahlung der geschuldeten Körperschaftsteuer

    Zum Ende des Vorjahres bildete eine GmbH eine Steuerrückstellung von 7.600,00 € für die Körperschaftsteuer. Der in diesem Monat eingegangene Steuerbescheid bestätigt diesen Betrag, und heute überweist die GmbH ihn.

    Annahmen: Das Unternehmen ist eine Kapitalgesellschaft, es geht also um seine eigene Körperschaftsteuer. (Die persönliche Einkommensteuer eines Einzelunternehmers wäre eine Privatentnahme, kein betrieblicher Aufwand und keine betriebliche Schuld.)

    KontoSollHaben
    Steuerrückstellungen7.600,00 €
    Bank7.600,00 €

    Warum

    Die Steuer wurde im Vorjahr als Aufwand (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) gegen Steuerrückstellungen gebucht. Der Bescheid entspricht der Rückstellung, die Zahlung verbraucht sie also: Steuerrückstellungen an Bank 7.600,00 €.

In dieser Konvention nicht enthalten: Buchung des verbrauchten Büromaterials

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