Anlagevermögen: Lösung
Lösung: die akzeptierten Buchungssätze mit den Beträgen des Arbeitsblatts, und warum.
Konvention: Deutschland (allgemeine Kontenbezeichnungen)
Kauf einer Maschine gegen sofortige Überweisung, mit Umsatzsteuer
Ein Unternehmen kauft eine Produktionsmaschine für 18.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer und überweist den gesamten Rechnungsbetrag bei Lieferung.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %.
Konto Soll Haben Maschinen 18.000,00 € Vorsteuer 3.420,00 € Bank 21.420,00 € Warum
Die Maschine wird mit den Netto-Anschaffungskosten aktiviert (Maschinen), die Umsatzsteuer (3.420,00 €) ist Vorsteuer und wird vom Finanzamt erstattet. Die Bank zahlt den Bruttobetrag (21.420,00 €).
Kauf eines Servers auf Ziel, mit Umsatzsteuer
Ein Unternehmen kauft einen Server für sein Büro für 4.800,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Die Lieferantenrechnung ist in 60 Tagen fällig.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Der Server ist ein einzelnes Wirtschaftsgut, das mehrere Jahre genutzt wird.
Konto Soll Haben Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.800,00 € Vorsteuer 912,00 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.712,00 € Warum
Bürocomputer gehören zur Betriebs- und Geschäftsausstattung, nicht zu Maschinen (Produktionsanlagen). Die Umsatzsteuer ist Vorsteuer, und dem Lieferer wird der Bruttobetrag (5.712,00 €) als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geschuldet.
Kauf einer Maschine mit Zahlung bei Lieferung und Wechsel über den Rest
Ein Unternehmen kauft eine Maschine für 24.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Bei Lieferung überweist es 6.000,00 € und akzeptiert über den Rest des Rechnungsbetrags einen vom Lieferer gezogenen Wechsel, fällig in 90 Tagen.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Der Wechsel ist unverzinslich. Vor der Lieferung wurde nichts gezahlt.
Konto Soll Haben Maschinen 24.000,00 € Vorsteuer 4.560,00 € Bank 6.000,00 € Schuldwechsel 22.560,00 € Warum
Die Maschine wird netto aktiviert (Maschinen), die Umsatzsteuer ist Vorsteuer. Bank zahlt 6.000,00 €; der Rest der Rechnung (22.560,00 €) wird über einen akzeptierten Wechsel geschuldet und ist daher ein Schuldwechsel, keine offene Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen. Wer die Rechnung zuerst auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bucht und den Rest auf Schuldwechsel umbucht, kommt zur gleichen Buchung; das wird anerkannt.
Kauf einer Maschine mit Transport und Montage, mit Umsatzsteuer
Ein Unternehmen kauft eine Maschine für 20.000,00 €. Ein Spediteur berechnet 600,00 € für den Transport ins Werk, ein Techniker berechnet 900,00 € für Montage und Probelauf. Alle Beträge verstehen sich zuzüglich 19 % Umsatzsteuer und werden am Tag der Betriebsbereitschaft überwiesen.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %.
Konto Soll Haben Maschinen 21.500,00 € Vorsteuer 4.085,00 € Bank 25.585,00 € Warum
Transport und Montage sind Anschaffungsnebenkosten (§ 255 HGB): Sie werden mit der Maschine aktiviert, daher wird Maschinen mit 21.500,00 € belastet, nicht Transportkosten oder Instandhaltung. Die Vorsteuer auf alle drei Beträge beträgt 4.085,00 €, Bank zahlt 25.585,00 €.
Kauf einer Maschine mit Umsatzsteuer, teils sofort bezahlt, teils auf Ziel
Ein Unternehmen kauft eine Maschine für 10.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Es überweist sofort 4.000,00 €; der Rest der Rechnung ist in drei Monaten fällig.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %.
Konto Soll Haben Maschinen 10.000,00 € Vorsteuer 1.900,00 € Bank 4.000,00 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.900,00 € Warum
Die Maschine wird mit den Netto-Anschaffungskosten aktiviert (Maschinen), die Steuer ist Vorsteuer. Bank sinkt um 4.000,00 €, die restlichen 7.900,00 € werden dem Lieferer geschuldet (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).
Kauf eines Grundstücks
Ein Unternehmen kauft ein unbebautes Grundstück neben seinem Lager, um es als Lagerplatz zu nutzen. Verkäufer ist eine Privatperson, daher wird keine Umsatzsteuer berechnet. Das Unternehmen überweist den Kaufpreis von 80.000,00 € und die Grunderwerbsteuer von 4.000,00 €.
Annahmen: Notarkosten bleiben unberücksichtigt.
Konto Soll Haben Grundstücke 84.000,00 € Bank 84.000,00 € Warum
Die Grunderwerbsteuer gehört zu den Anschaffungsnebenkosten des Grundstücks und muss aktiviert werden: Grundstücke wird mit 84.000,00 € belastet, nicht Sonstige Steuern. Grund und Boden wird nicht abgeschrieben, und beim Kauf von einer Privatperson fällt keine Umsatzsteuer an.
Kauf eines Gebäudes mit Hypothekendarlehen und Überweisung
Ein Unternehmen kauft eine Lagerhalle für 400.000,00 €; 100.000,00 € des Preises entfallen auf das Grundstück, auf dem sie steht. Der Kauf ist umsatzsteuerfrei. Eine Bank gewährt ein Hypothekendarlehen über 280.000,00 € mit 20 Jahren Laufzeit, rückzahlbar in Monatsraten, und zahlt es direkt an den Verkäufer aus. Den Rest des Kaufpreises überweist das Unternehmen.
Annahmen: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Darlehensgebühren bleiben unberücksichtigt.
Konto Soll Haben Grundstücke 100.000,00 € Gebäude 300.000,00 € Bank 120.000,00 € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 280.000,00 € Warum
Grund und Boden wird nicht abgeschrieben, daher wird der Kaufpreis aufgeteilt: Grundstücke 100.000,00 € und Gebäude 300.000,00 €. Grundstücksverkäufe sind umsatzsteuerfrei, daher gibt es keine Vorsteuer. Das Darlehen ist eine Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten (280.000,00 €), und Bank zahlt den Rest (120.000,00 €).
Kauf eines Lieferwagens mit Bankdarlehen, mit Umsatzsteuer
Ein Unternehmen kauft einen Lieferwagen für 32.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Seine Bank gewährt ein Darlehen über 25.000,00 € mit drei Jahren Laufzeit, das am Ende in einem Betrag zurückzuzahlen ist, und zahlt es direkt an das Autohaus aus. Den Rest der Rechnung überweist das Unternehmen.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Der Lieferwagen wird nur betrieblich genutzt, die Vorsteuer ist daher voll abziehbar. Zinsen werden monatlich gezahlt und bei Fälligkeit gebucht, nicht beim Kauf. Zulassungskosten bleiben unberücksichtigt.
Konto Soll Haben Fuhrpark 32.000,00 € Vorsteuer 6.080,00 € Bank 13.080,00 € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.000,00 € Warum
Der Lieferwagen wird netto im Fuhrpark aktiviert, die Umsatzsteuer ist Vorsteuer. Das Darlehen ist eine Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten (25.000,00 €), keine Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen; Bank zahlt den Rest der Rechnung (13.080,00 €).
Jährliche lineare Abschreibung eines Lieferwagens
Am 1. Januar vor zwei Jahren kaufte ein Unternehmen einen Lieferwagen für 25.500,00 € netto. Er wird insgesamt 5 Jahre genutzt und danach voraussichtlich für 3.000,00 € verkauft (Restwert). Buche die Abschreibung des laufenden Jahres zum 31. Dezember.
Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Lineare Abschreibung: Anschaffungskosten abzüglich Restwert werden gleichmäßig auf die Nutzungsdauer verteilt.
Konto Soll Haben Abschreibungen auf Sachanlagen 4.500,00 € Fuhrpark 4.500,00 € Warum
Lineare Abschreibung: (Anschaffungskosten − Restwert) / Nutzungsdauer = (25.500,00 € − 3.000,00 €) / 5 = 4.500,00 €, jedes Jahr derselbe Betrag. Bei direkter Abschreibung wird das Konto Fuhrpark selbst im Haben gebucht; der Buchwert des Lieferwagens sinkt um 4.500,00 €.
Abschreibung eines Gebäudes im ersten, angebrochenen Jahr
In diesem Jahr kaufte ein Unternehmen ein Bürogebäude. Seine Anschaffungskosten ohne Grund und Boden betragen 240.000,00 €. Es wird seit dem Ersten eines Monats genutzt und war bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 9 Monate in Gebrauch. Nutzungsdauer 25 Jahre, kein Restwert. Buche die Abschreibung dieses Jahres.
Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Lineare Abschreibung, nach vollen Monaten ab dem Monat, in dem das Gebäude erstmals genutzt wurde.
Konto Soll Haben Abschreibungen auf Sachanlagen 7.200,00 € Gebäude 7.200,00 € Warum
Ein volles Jahr Abschreibung beträgt 240.000,00 € / 25 = 9.600,00 €. Im Anschaffungsjahr wird monatsgenau abgeschrieben: 9.600,00 € × 9 / 12 = 7.200,00 €. Bei direkter Abschreibung wird das Konto Gebäude selbst im Haben gebucht; Grundstücke werden nicht abgeschrieben.
Degressive Abschreibung im ersten Jahr
Am 1. Januar kaufte ein Unternehmen eine neue Maschine für 30.000,00 € netto und nahm sie am selben Tag in Betrieb. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre, ohne Restwert. Buche die Abschreibung des ersten Jahres zum 31. Dezember.
Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Degressive AfA mit 30 % vom Buchwert zu Beginn jedes Jahres: das Dreifache des linearen Satzes, höchstens 30 %, die Regel für bewegliche Wirtschaftsgüter, die von Juli 2025 bis Dezember 2027 angeschafft werden. Ein volles Jahr Abschreibung.
Konto Soll Haben Abschreibungen auf Sachanlagen 9.000,00 € Maschinen 9.000,00 € Warum
Im ersten Jahr gilt der degressive Satz für die vollen Anschaffungskosten: 30.000,00 € × 30 % = 9.000,00 €. In den folgenden Jahren gilt er für den sinkenden Buchwert. Bei direkter Abschreibung wird das Konto Maschinen selbst im Haben gebucht.
Abschreibung mehrerer Anlagen in einem Buchungssatz
Am 31. Dezember bucht ein Unternehmen die Jahresabschreibung von drei Anlagen in einem Buchungssatz: ein Bürogebäude (Anschaffungskosten ohne Grund und Boden 240.000,00 €, Nutzungsdauer 40 Jahre), eine Maschine (Anschaffungskosten 24.000,00 €, 8 Jahre) und einen Lieferwagen (Anschaffungskosten 20.000,00 €, 5 Jahre). Keine Anlage hat einen Restwert.
Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Lineare Abschreibung; das Unternehmen besaß alle drei Anlagen das ganze Jahr.
Konto Soll Haben Abschreibungen auf Sachanlagen 13.000,00 € Gebäude 6.000,00 € Maschinen 3.000,00 € Fuhrpark 4.000,00 € Warum
Gebäude 240.000,00 € / 40 = 6.000,00 €; Maschine 24.000,00 € / 8 = 3.000,00 €; Lieferwagen 20.000,00 € / 5 = 4.000,00 €. Abschreibungen auf Sachanlagen im Soll mit der Summe, 13.000,00 €; bei direkter Abschreibung werden Gebäude, Maschinen und Fuhrpark jeweils mit ihrem Anteil im Haben gebucht.
Verkauf einer Maschine auf Ziel über Buchwert
Ein Unternehmen verkauft eine gebrauchte Maschine auf Ziel für 9.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer; der Käufer zahlt in 30 Tagen. Ihr Restbuchwert beträgt 6.000,00 €.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Die Abschreibungen sind bis zum Verkaufstag gebucht.
Konto Soll Haben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.710,00 € Maschinen 6.000,00 € Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 3.000,00 € Umsatzsteuer 1.710,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.710,00 € Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert) 6.000,00 € Erlöse aus Anlagenabgängen 9.000,00 € Umsatzsteuer 1.710,00 € Maschinen 6.000,00 € Warum
Der Käufer schuldet Preis plus Umsatzsteuer (10.710,00 €) als Forderung. Bei direkter Abschreibung steht die Maschine mit ihrem Restbuchwert (6.000,00 €) zu Buche. Zwei Darstellungen werden anerkannt: der Gewinn (3.000,00 €) direkt als Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen oder der Preis als Erlöse aus Anlagenabgängen und der Restbuchwert als Aufwendungen aus Anlagenabgängen. In beiden Fällen wird die Umsatzsteuer auf den Preis dem Finanzamt geschuldet.
Verkauf einer Maschine unter Buchwert
Ein Unternehmen verkauft eine gebrauchte Maschine für 3.000,00 € gegen Banküberweisung. Ihr Restbuchwert beträgt 5.000,00 €.
Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Die Abschreibungen sind bis zum Verkaufstag gebucht. Die Umsatzsteuer bleibt in dieser Aufgabe unberücksichtigt.
Konto Soll Haben Bank 3.000,00 € Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.000,00 € Maschinen 5.000,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Bank 3.000,00 € Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert) 5.000,00 € Erlöse aus Anlagenabgängen 3.000,00 € Maschinen 5.000,00 € Warum
Bei direkter Abschreibung steht die Maschine mit ihrem Restbuchwert (5.000,00 €) zu Buche. Zwei Darstellungen werden anerkannt: der Verlust (2.000,00 €) direkt als Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen oder der Preis als Erlöse aus Anlagenabgängen und der Restbuchwert als Aufwendungen aus Anlagenabgängen.
Verschrottung einer voll abgeschriebenen Maschine
Eine Maschine mit Anschaffungskosten von 8.500,00 € ist voll abgeschrieben und steht mit einem Erinnerungswert von 1,00 € zu Buche. Sie funktioniert nicht mehr, deshalb verschrottet das Unternehmen sie heute: Sie wird kostenlos abgeholt, und es wird nichts dafür bezahlt.
Annahmen: Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Eine voll abgeschriebene Anlage, die noch im Unternehmen ist, bleibt bis zu ihrem Abgang mit einem Erinnerungswert in den Büchern. Keine Entsorgungskosten und keine Erlöse.
Konto Soll Haben Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 1,00 € Maschinen 1,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert) 1,00 € Maschinen 1,00 € Warum
Bei direkter Abschreibung steht auf dem Konto Maschinen nur noch der Erinnerungswert (1,00 €), der mit der Maschine ausgebucht wird. Zwei Darstellungen werden anerkannt: Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen oder Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert).
Inzahlungnahme eines alten Lieferwagens beim Kauf eines neuen
Ein Unternehmen gibt seinen alten Lieferwagen beim Kauf eines neuen in Zahlung. Der neue kostet 39.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Der Händler nimmt den alten für 10.500,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, und das Unternehmen überweist die Differenz. Der Restbuchwert des alten Lieferwagens beträgt 8.000,00 €.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Die Inzahlungnahme wird als Verkauf des alten und Kauf des neuen Lieferwagens in einem Buchungssatz erfasst. Beide Lieferwagen werden nur betrieblich genutzt: Die Vorsteuer auf den neuen ist voll abziehbar, und der Verkauf des alten ist umsatzsteuerpflichtig. Die Abschreibungen sind bis zum Tag der Inzahlungnahme gebucht.
Konto Soll Haben Fuhrpark 31.000,00 € Vorsteuer 7.410,00 € Umsatzsteuer 1.995,00 € Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.500,00 € Bank 33.915,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Fuhrpark 31.000,00 € Vorsteuer 7.410,00 € Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert) 8.000,00 € Umsatzsteuer 1.995,00 € Erlöse aus Anlagenabgängen 10.500,00 € Bank 33.915,00 € Warum
Die Inzahlungnahme ist ein Verkauf des alten und ein Kauf des neuen Lieferwagens. Fuhrpark nimmt den neuen (39.000,00 €) auf und gibt den alten zum Restbuchwert (8.000,00 €) ab, netto 31.000,00 € im Soll. Zwei Darstellungen werden anerkannt: der Gewinn (2.500,00 €) direkt als Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen oder der Anrechnungsbetrag als Erlöse aus Anlagenabgängen und der Restbuchwert als Aufwendungen aus Anlagenabgängen. Vorsteuer 7.410,00 € auf den neuen, Umsatzsteuer 1.995,00 € auf den alten; die Bank zahlt die Differenz (33.915,00 €).
Bezahlung einer Maschinenreparatur, mit Umsatzsteuer
Eine Produktionsmaschine fällt aus. Ein Techniker ersetzt einen verschlissenen Antriebsriemen und stellt die Maschine neu ein; das Unternehmen überweist die Rechnung über 480,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer noch am selben Tag.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Die Reparatur stellt nur den normalen Betriebszustand wieder her: Sie erhöht weder die Kapazität noch verlängert sie die Nutzungsdauer.
Konto Soll Haben Instandhaltung 480,00 € Vorsteuer 91,20 € Bank 571,20 € Warum
Reparaturen, die einen Vermögensgegenstand im normalen Zustand erhalten, sind Erhaltungsaufwand, also Aufwand (Instandhaltung), keine Erhöhung von Maschinen. Die Umsatzsteuer (91,20 €) ist Vorsteuer, Bank zahlt 571,20 €.
Einbau eines Kühlaggregats in einen Lieferwagen auf Ziel, mit Umsatzsteuer
Ein Unternehmen lässt in seinen Lieferwagen ein Kühlaggregat einbauen, damit er gekühlte Waren transportieren kann. Die Rechnung des Lieferers lautet über 8.500,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, zahlbar in 60 Tagen.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Das Aggregat bleibt für den Rest der Nutzungsdauer im Lieferwagen und gibt ihm eine Fähigkeit, die er vorher nicht hatte; kein vorhandenes Teil wird ersetzt.
Konto Soll Haben Fuhrpark 8.500,00 € Vorsteuer 1.615,00 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.115,00 € Warum
Der Einbau eines Aggregats, das dem Lieferwagen eine neue Fähigkeit gibt, ist Herstellungsaufwand (nachträgliche Herstellungskosten), kein Erhaltungsaufwand: Fuhrpark wird mit 8.500,00 € belastet, nicht Instandhaltung. Die Umsatzsteuer ist Vorsteuer, und dem Lieferer werden 10.115,00 € geschuldet (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).
Einlage einer privaten Maschine während des Geschäftsjahres
Mitte des Geschäftsjahres bringt die Inhaberin eines Einzelunternehmens eine Maschine in das Unternehmen ein, die sie seit fünf Jahren privat besitzt. Ein unabhängiges Gutachten bewertet sie heute mit 9.500,00 €. Das Unternehmen wird die Maschine in seiner Werkstatt einsetzen.
Annahmen: Die Maschine wird am Tag der Einlage mit dem Gutachtenwert erfasst. Auf die Einlage fällt keine Umsatzsteuer an.
Konto Soll Haben Maschinen 9.500,00 € Privateinlagen 9.500,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Maschinen 9.500,00 € Eigenkapital 9.500,00 € Warum
Eine Einlage während des Geschäftsjahres ist eine Privateinlage: Maschinen im Soll mit dem Gutachtenwert (Teilwert, 9.500,00 €), Privateinlagen im Haben; das Privatkonto wird am Jahresende über Eigenkapital abgeschlossen, daher wird eine direkte Buchung auf Eigenkapital ebenfalls anerkannt. Umsatzsteuer fällt nicht an, weil die Inhaberin keine steuerbare Leistung erbringt.
Verkauf einer Maschine über Buchwert mit Umsatzsteuer
Ein Unternehmen verkauft eine gebrauchte Maschine für 6.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer gegen Banküberweisung. Ihr Restbuchwert beträgt 4.000,00 €.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Die Abschreibungen sind bis zum Verkaufstag gebucht.
Konto Soll Haben Bank 7.140,00 € Maschinen 4.000,00 € Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.000,00 € Umsatzsteuer 1.140,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Bank 7.140,00 € Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert) 4.000,00 € Erlöse aus Anlagenabgängen 6.000,00 € Umsatzsteuer 1.140,00 € Maschinen 4.000,00 € Warum
Bei direkter Abschreibung steht die Maschine mit ihrem Restbuchwert (4.000,00 €) zu Buche. Zwei Darstellungen werden anerkannt: der Gewinn (2.000,00 €) direkt als Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen oder der Preis als Erlöse aus Anlagenabgängen und der Restbuchwert als Aufwendungen aus Anlagenabgängen. In beiden Fällen wird die Umsatzsteuer auf den Preis dem Finanzamt geschuldet.
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