Mehrstufige Fälle: Lösung
Lösung: die akzeptierten Buchungssätze mit den Beträgen des Arbeitsblatts, und warum.
Konvention: Deutschland (allgemeine Kontenbezeichnungen)
Zieleinkauf, Teilrücksendung, Zahlung des Restbetrags
Am 3. Mai kaufte ein Einzelhändler Waren auf Ziel für 6.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Am 8. Mai schickte er beschädigte Waren im Wert von 800,00 € netto zuzüglich Umsatzsteuer zurück, und der Lieferer erteilte eine Gutschrift. Beide Belege wurden bei Eingang gebucht. Heute überweist er den Betrag, den er dem Lieferer noch schuldet. Buche nur die heutige Zahlung.
Annahmen: Wareneinkäufe werden aufwandsorientiert gebucht. Umsatzsteuer 19 %. Bei der Zahlung wird kein Skonto abgezogen.
Konto Soll Haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.188,00 € Bank 6.188,00 € Warum
Dem Lieferer wird die Rechnung abzüglich der Gutschrift geschuldet: (6.000,00 € + 1.140,00 €) − (800,00 € + 152,00 €) = 6.188,00 €. Die heutige Buchung begleicht nur diesen Restbetrag: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Soll, Bank im Haben mit 6.188,00 €.
Zielverkauf, Rücksendung, dann Zahlung mit Skonto
Am 1. Mai hat ein Großhändler Waren auf Ziel für 8.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer verkauft; die Rechnung gewährt 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen. Am 4. Mai hat der Kunde Waren im Wert von 1.500,00 € netto zurückgeschickt und eine Gutschrift erhalten. Am 9. Mai zahlt der Kunde den Restbetrag per Banküberweisung unter Abzug von Skonto. Buche den Vorgang vom 9. Mai.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Verkauf und Rücksendung wurden zu ihrem Zeitpunkt gebucht. Das Skonto gilt für den Restbetrag nach der Rücksendung; es wird bei Zahlung gewährt und mindert auch die Umsatzsteuer.
Konto Soll Haben Bank 7.580,30 € Erlösberichtigungen 130,00 € Umsatzsteuer 24,70 € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.735,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Bank 7.580,30 € Umsatzerlöse 130,00 € Umsatzsteuer 24,70 € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.735,00 € Warum
Nach der Rücksendung beträgt der Nettorestbetrag 6.500,00 € und die Forderung 7.735,00 € brutto. Skonto: 2 % von 6.500,00 € = 130,00 € auf Erlösberichtigungen (Umsatzerlöse ebenfalls akzeptiert), Umsatzsteuerberichtigung 24,70 €. Die Bank erhält 7.580,30 €.
Maschine gekauft, ein Jahr abgeschrieben, dann verkauft
Am 1. Januar des Vorjahres kaufte ein Unternehmen eine Maschine für 18.000,00 € netto. Es schreibt sie linear über 6 Jahre ohne Restwert ab und hat die Abschreibung des Vorjahres zum 31. Dezember gebucht. Am 1. Januar dieses Jahres verkauft es die Maschine für 11.000,00 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer gegen Banküberweisung. Buche den Verkauf.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Direkte Abschreibung: Sie wird auf dem Anlagekonto gebucht. Ein volles Jahr Abschreibung ist gebucht; für dieses Jahr fällt vor dem Verkauf keine Abschreibung an.
Konto Soll Haben Bank 13.090,00 € Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 4.000,00 € Maschinen 15.000,00 € Umsatzsteuer 2.090,00 € Ebenfalls richtig
Konto Soll Haben Bank 13.090,00 € Aufwendungen aus Anlagenabgängen (Restbuchwert) 15.000,00 € Erlöse aus Anlagenabgängen 11.000,00 € Umsatzsteuer 2.090,00 € Maschinen 15.000,00 € Warum
Ein Jahr Abschreibung beträgt 18.000,00 € / 6 = 3.000,00 €; bei direkter Abschreibung hat sie das Konto Maschinen bereits auf den Restbuchwert 15.000,00 € gesenkt. Zwei Darstellungen werden anerkannt: der Verlust (4.000,00 €) direkt als Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen oder der Preis als Erlöse aus Anlagenabgängen und der Restbuchwert als Aufwendungen aus Anlagenabgängen. Die Umsatzsteuer auf den Preis wird dem Finanzamt geschuldet.
Im Jahr verlängerte Versicherung: Abschlussbuchung und Bestand zum Jahresende
Am 1. Januar hatte das Unternehmen 540,00 € vorausbezahlte Versicherung (den Teil des Vorjahresbeitrags für Januar bis März) und buchte diesen Betrag am selben Tag zurück in den Versicherungsaufwand. Am 1. April verlängerte es die Versicherung um ein Jahr (1. April bis 31. März), überwies 2.640,00 € und buchte den Betrag als Versicherungsaufwand. Nimm die nötige Buchung zum 31. Dezember vor.
Annahmen: Versicherungsbeiträge sind von der Umsatzsteuer befreit. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Konto Soll Haben Aktive Rechnungsabgrenzung 660,00 € Versicherungsbeiträge 660,00 € Warum
Die anfänglichen 540,00 € wurden schon am 1. Januar in Versicherungsbeiträge aufgelöst und gehören zum Aufwand dieses Jahres. Vom neuen Beitrag gehören Januar bis März des Folgejahres (3/12 = 660,00 €) ins nächste Jahr: Aktive Rechnungsabgrenzung an Versicherungsbeiträge. Zum Jahresende zeigt der Rechnungsabgrenzungsposten 660,00 €, und der Versicherungsaufwand des Jahres beträgt 2.520,00 €.
Schlussrechnung für eine Leistung nach einer Anzahlung
Am 2. März hat ein Kunde per Banküberweisung eine Anzahlung von 2.400,00 € netto zzgl. 19 % USt für die Neugestaltung einer Website geleistet; das Unternehmen hat die Umsatzsteuer auf die Anzahlung und die Anzahlung selbst als erhaltene Anzahlung gebucht. Heute schließt das Unternehmen die Arbeit ab, Gesamtpreis 8.000,00 € netto zzgl. 19 % USt, und stellt dem Kunden den Restbetrag unter Abzug der Anzahlung in Rechnung. Buche die heutige Buchung.
Annahmen: Umsatzsteuer 19 %. Das Konto für erhaltene Anzahlungen enthält die Anzahlung netto, ohne Umsatzsteuer.
Konto Soll Haben Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.400,00 € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.664,00 € Umsatzerlöse 8.000,00 € Umsatzsteuer 1.064,00 € Warum
Die Umsatzerlöse nehmen den ganzen Preis 8.000,00 € auf. Erhaltene Anzahlungen (2.400,00 €) wird aufgelöst; Umsatzsteuer entsteht nur auf den noch nicht versteuerten Teil, 5.600,00 € × 19 % = 1.064,00 €; der Kunde schuldet 6.664,00 €. Eine Schlussrechnung über den Gesamtpreis, die danach die Anzahlung mit ihrer Umsatzsteuer verrechnet, ergibt dieselbe Nettobuchung und wird anerkannt.
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